21. Klavierfrühling 2015


21. Februar bis 14. Juni 2015



„Gefährliche“ und manch andere Träumerei

Der 21. Deutschlandsberger Klavierfrühling – wie ein Streifzug durch die Musikgeschichte

Peter Cossé

„Dangerous Dreams“, gefährliche Träume, so hat der italienische Pianist Marino Formenti sein umfangreiches, sowohl in der Thematik als auch in der Werkwahl ungewöhnliches Programm überschrieben. Am 1. März wird er die Hörer im Laßnitzhaus zu einem seiner Streifzüge durch die Musikgeschichte bitten. Dies in der meiner Ansicht nach absolut berechtigten Hoffnung, sie auch in den gefährlichsten, bedrohlichsten, zumindest düsteren Momenten seines Vortrags in einem Zustand vorzufinden, den man in Anbetracht des Themas als lauschenden Wachtraum bezeichnen könnte. Formenti wird vier Préludes von Gaspard le Roux aus dem 17. Jahrhundert vorstellen – Miniaturen ohne Taktstriche, gleichsam schwebende akustische Verfahren. Er wird Fragmente von Mozart und Schubert in Erinnerung bringen – also Stücke, die seitens ihrer Autoren womöglich zu Ende geträumt, aber nicht zu Ende geschrieben worden sind. Und er wird in den verschiedensten Abwandlungen an Zustände gemahnen, die unsere lebenspraktischen Fähigkeiten auf mannigfaltige Weise beeinträchtigen: Ruhelosigkeit, Einsamkeit, Besorgnis, Angst. Die von Formenti gewählten Stücke führen aber auch in Sphären des Übersinnlichen, des Ekstatischen und der naturhaften Vergänglichkeit, wie sie in den Préludes von Claude Debussy musikalisch-malerisch „angesprochen“ werden. Der Pianist hält aber auch ein wenigstens vorübergehend wirksames, durchaus positives Gegengift parat. Nämlich mit seinem Klavierarrangement von Schuberts innig-träumerischer Rückert-Vertonung „Du bist die Ruh, der Friede mild“.
Eröffnet wird der 21. Deutschlandsberger Klavierfrühling – auf den ersten Blick hin durchaus passend! – am 21. Februar, auch wenn der astronomische Frühlingsbeginn erst auf den 20. März fällt. Zu Gast ist ein weiteres Mal der 1967 in London geborene Nick van Bloss, dessen Gestaltung der Bachschen „Goldberg-Variationen“ nicht nur dem Deutschlandsberger Publikum in plastischer Erinnerung ist, sondern auch Widerhall in weiten Kreisen internationaler Musikfreunde fand. In der Musikschule wird sich van Bloss auf zwei Werke von Beethoven konzentrieren: zum einen auf ein Grundnahrungsmittel der virtuosen Rundumgesundheit, nämlich auf die „Appassionata“, zum anderen auf eine der erlesensten Hauptspeisen des anspruchsvollen Repertoires, die „33 Veränderungen über einen Walzer von Anton Diabelli“. Ein Werk – wenn man an Formentis Konzertmotto denkt –, von dem der Auftraggeber, der Kleinkunstkomponist und Verleger Diabelli, nicht einmal gefährdet zu träumen gewagt hätte… Immerhin: zwei andere Autoren unserer Tage haben diese 33 Veränderungen weitergedacht, in vielen Momenten ihrer Projekte musikalisch eingebettet weitergeträumt. Der Dirigent und Komponist Hans Zender mit seinen „33 Veränderungen über 33 Veränderungen“ für Kammerorchester (Ensemble Modern EM 3431337) und der vorzugsweise komponierende Klaviervirtuose Franz Hummel mit seinen Diabelli-Variationen, die bei TYXart (6051566) mit der Pianistin Angela Cholakian erschienen sind. Nick van Bloss‘ Auseinandersetzung gilt mithin einem Werkkomplex, der die Interpreten und die Komponisten nicht ruhen ließ, sie – da bin ich sicher – immer wieder bis in ihre Träume verfolgt und dabei auch inspiriert hat.
Dem Konzert um 17:30 Uhr folgt 19:30 Uhr eine Filmvorführung. Es handelt sich um den Streifen „Schubert und ich“ von Bruno Moll und Marino Formenti. Die unsterblichen Lieder von Schubert! Was bedeuten sie uns heute? Gehören sie in die Konzerthäuser? – Nicht nur, meint Formenti – und mit fünf musikalischen Laien hat er versucht, in diesen Liedern eine ganz andere, unerhörte Wahrheit aufzuspüren. Der Schweizer Dokumentarfilmer Bruno Moll hat dieses Unternehmen filmisch begleitet.
Im folgenden Konzert in der Musikschule am 7. März begrüßen wir einen Debütanten, auf den diese Bezeichnung allenfalls auf die lokale Einengung der Gemeinde Deutschlandsberg zutrifft. Michael Korstick, der gebürtige Kölner, ist seit gut drei Jahrzehnten mit weltweiter Resonanz unterwegs – soweit es die oft fürchterlichen nationalen Zustände überhaupt noch zulassen. Mehr als 40, immer wieder mit Preisen ausgezeichnete CD-Einspielungen weisen ihn nicht nur als äußerst rührige, sondern auch als forschende und findende Persönlichkeit aus. Neben Gesamteinspielungen der 32 Beethoven-Sonaten (Oehms), der drei „Années de Pélerinage“-Bande von Franz Liszt und der „Lieder ohne Worte“ von Mendelssohn (cpo) hat sich Korstick mit großem Erfolg für die Wiederbelebung und die Anerkennung des Schaffens des aus Paris stammenden Charles Koechlin (1867 – 1950) eingesetzt (Hänssler). Seine jüngsten Schubert-Einspielungen, die auch eine bereits 2003 schon einmal veröffentliche Interpretation der B-Dur-Sonate enthalten, wurden erst kürzlich von den Juroren des „Preis der deutschen Schallplattenkritik“ gewürdigt (cpo 777 766-2). Inzwischen hat sich Korstick, der u. a. auch sämtliche Klavierkonzerte und Konzertstücke von Kabalevsky eingespielt hat (cpo ), mit dem Salzburger Geiger Thomas Albertus Irnberger zusammengetan und für das Label Gramola eine Gesamtaufnahme der Violinsonaten von Beethoven in Angriff genommen. Doch damit nicht genug an Austria, denn nun ist er auch Professor an der Linzer „Anton Bruckner Universität“!
Das Altenberg Trio Wien ist im Rahmen des Klavierfrühlings zweimal zu Gast. Am 15. März mit einer klassisch-romantischen Werkauswahl, in deren Abfolge Klaviertrios von Haydn, Schubert und Mendelssohn Bartholdy in historisch-chronologischer Reihung platziert sind – lediglich unterbrochen durch ein „Trio notturno“ des polnischen Pianisten und Komponisten André Tschaikowsky. Es ist dem Altenberg Trio zu danken, auf diesen allzu früh verstorbenen Musiker aufmerksam zu machen. Älteren Musikfreunden ist der als Robert Andrzej Krauthammer 1935 in Warschau geborene Künstler unter Umständen noch ein Begriff. Seine RCA- und EMI-Schallplatten in den 60ger Jahren machten mit einem feinsinnigen, feingliedrig operierenden Pianisten bekannt, seine Einspielung von Schubert-Tänzen zählt für mich zu den überragenden Darstellungen dieser ebenso kraftvollen wie zerbrechlichen Miniaturen (EMI LP SME 80988)
Andrés berühmter Nachnahme bedarf einer kurzen Erklärung. Die jüdische Familie Krauthammer wurde 1940 von den nationalsozialistischen Besatzern in das Warschauer Ghetto deportiert und der kleine Bub unter dem falschen Namen Andrzej Czaikowski aus dem schwer bewachten Gelände geschmuggelt. André behielt seinen berühmten Decknamen, bevorzugte später aber die Schreibweise Tschaikowsky. Ab 1945 nahm er Unterricht bei einer gewissen Emma Altberg (!), einer Schülerin von Wanda Landowska – mit Erfolg, denn 1956 wurde André Tschaikowsky der dritte Preis beim Brüsseler „Concours Reine Elisabeth“ zuerkannt.
Auch sein zweites Klavierfrühling-Konzert am 3. Mai eröffnet das Altenberg Trio mit einem Werk von Joseph Haydn. Nach dem folgenden Trio in a-Moll von Ravel erhält das Trio „Verstärkung“ für ein selten, ja allzu selten zu hörendes Sextett von Mendelssohn. Der Grund hierfür ist sicher in der ungewöhnlichen, nicht eben leicht zusammen zu rufenden Besetzung zu suchen. Zum traditionellen Klaviertrio sind zwei Bratschisten und ein Kontrabass gefordert! Es handelt sich um ein Jugendwerk für eine gelöste, auf gute Unterhaltung erpichte Zuhörerschaft, das der selbstkritische Mendelssohn nicht in Druck gegeben hat. Es wurde erst posthum veröffentlicht und etwa irreführend mit der Opuszahl 110 versehen.
Um ein echtes Debüt handelt es sich beim Auftreten des 1979 in Moskau geborenen Sergey Kasprov. Mir war der junge, bei den einheimischen Juroren des „Internationalen Sviatoslav Richter-Wettbewerbs 2008“ in Moskau als exzentrisch und schwierig angekündigte Schüler von Alexei Lubimov als überraschend experimentell agierender Scarlatti-Gestalter aufgefallen – und auch mit anderen herausfordernd eigenständigen Darbietungen. Nun endlich ist es soweit: Kasprov kommt am 28. März und dankt mir mit vier Scarlatti-Sonaten meine Begeisterung in der ersten Runde des Wettbewerbs vor nun schon fast sechs Jahren. Mit Strawinskys Petruschka-Suite und mit einigen Rachmaninoff-Miniaturen steuert Kasprov auf die ebenso turbulente wie Gefühls geladene b-Moll-Sonate des Komponisten zu – ein technisch schwieriges, Kräfte raubendes und viel Seele erforderndes Stück, das bis weit in die 70er Jahre einzig Vladimir Horowitz vorbehalten schien, inzwischen jedoch die meisten Pianisten schon der jüngeren Generation parat haben (und zumindest technisch bewältigen).
Mit Oleg Maisenberg dürfen wir am 26. April in Deutschlandsberg den 70. Geburtstag feiern! Am 29. April 1945 wurde Oleg Iossifowitsch Maisenberg im ukrainischen Odessa geboren. Schon mit fünf Jahren erhielt er von seiner Mutter Klavierunterricht. Studien an der Zentralen Musikschule in Kishinev und von 1966 bis 1971 am Moskauer Gnessin-Institut bei Alexander Joscheles folgten. 1972 spielte Oleg erstmals im Duo mit dem Geiger Gidon Kremer. Der schöne, aufregende biografische und musikantische „Rest“ ist bekannt, denn Oleg Maisenberg zählt nicht nur zu den bedeutendsten Interpreten unserer Tage und Jahre, sondern er ist uns allen als Person und als Musiker ans Herz gewachsen . Und dies nicht zuletzt in Deutschlandsberg, wo er seit vielen Jahren nicht nur regelmäßig auftritt, sondern mit seinen Konzerten gewissermaßen Heimspielrecht in erlangt hat.
Oleg Maisenberg hat eine Programmfolge von hohem literarischen Anspruch und stilistischer Vielfalt angekündigt: Mozarts c-Moll-Fantasie (KV 475), Schuberts wundersames, mit Wiederholungen gespielt extrem weit ausholendes Klavierstück D 946,2 und Haydns späte Es-Dur-Sonate (Hob. XVI/52) bilden den ersten Teil. Mit den ersten zwölf der insgesamt 24 Préludes von Debussy begibt er sich nach der Pause in Regionen des Empfindens, des träumerischen Malens und Schilderns, die schon im Programm Formentis beim klingenden Namen genannt oder verheimlicht werden.
Elisabeth Leonskaja widmet ihren Abend am 1. Mai dem bedeutenden, unvergesslichen Pianisten Sviatoslav Richter aus Anlass seines 100. Geburtstages. Richter ist ja – ohne sein Wissen freilich – einer jener Motoren in Menschengestalt, die den Klavierfrühling auf Touren brachten und im Folgenden – anwesend oder auch im Stillen – auf Touren hielten. Sieben Mal hat er in Deutschlandsberg konzertiert! Und Elisabeth Leonskaja berücksichtigt in ihrem Programm auch ein Stück, das Richter in der Musikschule gespielt hat: Anton Weberns kühne, minimalistisch kompromisslose Variationen op. 27! Zu Sviatoslav Richters Repertoire einer Italien-Tournee in den 60er Jahren gehörten auch Schumanns „Papillons“. Immer wieder hat er auch die von seiner oftmaligen Duo-Partnerin für den Abend im Laßnitzhaus gewählten Schubert-Sonaten D 664 und D 784 gespielt – mehrere Studio-, bzw. Life-Aufnahmen belegen seine Vorliebe für diese dreisätzigen Stücke heiteren, schattigen, bisweilen auch dämonischen Ausdrucks. An „Gefährliche Träume“ darf man auch im Zusammenhang mit Schumanns „Geistervariationen“ (WoO 24) denken. Es ist sein letztes Werk, bevor er in die Nervenheilanstalt in Bonn-Endenich eingewiesen wurde. Er fühlte sich in dieser Zeit von Geistern umgeben, die – wie die Gattin notierte – teils wundervolle, teils grässliche Musik darboten, „herrlichste Offenbarungen“ verhießen, aber auch mit der Verbannung in die Hölle drohten.
Erstmals in Deutschlandsberg sind auch Robert Levin und seine chinesisch-amerikanische (Ehe-) Partnerin Ya-Fei Chuang zu erleben. Levin ist einer der profiliertesten, weltweit agilsten Persönlichkeiten, was die Kombination pianistischer, interpretatorischer und musikwissenschaftlicher Zuständigkeit auf den Gebieten der Aufführungspraxis anbelangt. Unter der Leitung von John Eliot Gardiner hat er auf dem Hammerflügel die fünf Klavierkonzerte Beethovens aufgenommen (DG/Archiv Produktion 453 438-2, 447 771-2). Besonderes Interesse Levins gilt den Mozartschen Klavierkonzert-Kadenzen und in diesem Zusammenhang auch der stilkundigen Auszierung und Improvisation. Mozarts D-Dur-Sonate (KV 576) wird er am 9. Mai als Solist zum Besten geben, im Duett mit Ya-Fei Chuang stehen Debussys „Blanc et noir“-Skizzen für zwei Klaviere, sowie vier Norwegische Tänze von Edvard Grieg für Klavier zu vier Händen auf dem Programm. Ihr solistisches Talent und Können wird die junge Pianistin, die bereits unter der Leitung von Christoph Eschenbach konzertiert hat, mit den 24 Préludes von Chopin unter Beweis stellen.
Wir bleiben bei Chopin, denn mit dem aus Klagenfurt stammenden, 29jährigen Ingolf Wunder bereichert ein Debütant am 16. Mai den Klavierfrühling, dessen Erfolg in engem Zusammenhang mit dem Schaffen des polnischen Komponisten zu sehen ist. Im zweiten Anlauf nach dem Jahr 1995 gelang es dem Privatschüler des berühmten Chopin-Interpreten Adam Harasiewicz 2010 bis ins Finale des Warschauer Chopin-Wettbewerbs vorzudringen, um schließlich – zu Recht umjubelt – mit dem Zweiten Preis in die exquisite Geschichte dieser Konkurrenz einzugehen. Die meisten Hörer des Finales hatten ihn als Sieger gesehen, aber auch ein zweiter Rang kann die Eintrittskarte für eine prompte internationale Karriere sein. Die Deutsche Grammophon verpflichtete den jungen Österreicher und bald erschienen CDs mit Solowerken von Chopin, Ravel und Liszt, zuletzt die Konzerte Nr. 1 von Chopin und Tschaikowsky unter der Leitung von Vladimir Ashkenazy (DG 028947906704).Für den Klavierfrühling 2015 hat Wunder zwei Chopin-Nocturnes und das so gut wie nie zu hörende „Allegro de concert“ (op. 46) gewählt, zudem die Eroica-Variationen von Beethoven und von Franz Liszt ein Petrarca-Sonett und die kapitale h-Moll-Sonate.
Till Fellner – ständiger und überaus geschätzter, ja geliebter Gast in der Musikschule – lässt es sich am 23. Mai nicht nehmen, wie (fast?) stets in seinen Programm eine Gruppe von Präludien und Fugen aus Bachs „Wohltemperierten Klavier“ einzufügen. Um die vier Nummern aus dem zweiten Band (BWV 878 – 881) gruppiert er von Mozart das a-Moll-Rondo und die im ersten Satz so nachdenklich-liebliche Es-Dur-Sonate (KV 282), um mit Alexander Stankovskis „Traumprotokoll“ wohl ungewollt an die eingangs beschriebene Traum-Programmatik bei Formenti anzuknüpfen. Auch Schumanns „Kreisleriana“ ereignet sich in träumerisch-realen Zwischen- und Grenzwelten, gleichsam in gefährdeter Schönheit.
Christopher Hinterhuber verbindet in seinem Programm die Komponisten Mozart und Liszt. Das berührende „Lacrymosa“ aus dem Requiem (KV 626) und Liszts von Busoni vervollständigte Fantasie über zwei „Figaro“-Motive führen in die reiche Welt musikalischer Wertschätzung und klavieristischer Adaption. Die D-Dur-Sonate (KV 576) markiert die extremste virtuoser Gelehrsamkeit unter dem Eindruck Bachscher-Polyphonie, die Mozart in seinem Schaffen für das Klavier allein in dieser Zeit gewagt hat. Auch Hinterhuber hat die „Appassionata“ auf der Liste, zudem Bachs „Italienisches Konzert, das zuletzt 2007 in Deutschlandsberg zu hören war, als Paul Badura-Skoda seinen 80. Geburtstag feierte.
Ein Wiederhören gibt es mit Kit Armstrong, der seinen Abend am 3. Juni unter das Motto „Abschied“ gestellt hat. Unverzichtbar dabei natürlich Bachs „Capriccio über die Abreise des geliebten Bruders“ und Beethovens „Les Adieux“-Sonate op. 81a. Der programmatische Anlass: die Flucht Erzherzog Rudolfs aus Wien, des großzügigen Förderers und Freundes, vor den anrückenden Truppen Napoleons. Mit einem „Abschieds“-Stück von John Bull beendet Armstrong seiner Dramaturgie entsprechend den Abend – zumindest den offiziellen Teil.
Mit dem Artis Quartett und dem Pianisten Markus Schirmer eröffnen sich am 10. Juni mehrere Möglichkeiten der instrumentalen Besetzung und der literarischen Auslese. Das Quartett widmet sich in der Originalformation Werken von Mozart und von Gottfried von Einem, mit Schirmer am Flügel dem einzigen überlieferten Kammermusikwerk Gustav Mahlers, dem schwärmerisch-herben Klavierquartettsatz in a-Moll. Zuletzt mit allen Beteiligten wird an das Klavierquintett von Ernst (Ernö) von Dohnánys erinnert. Seiner Kammermusik, ja seinem Schaffen überhaupt, wird in den letzten 10, 20 Jahren immer größere – und verdiente – Aufmerksamkeit geschenkt.
Den Abschluss des nun bis fast in den Sommer reichenden Klavierfrühlings bildet am 13. Juni ein Schubert Abend mit dem schon lange mit dem Festival verbundenen Alexander Lonquich. Der auch in der Grazer Konzertszene sehr aktive Dirigent und Pianist erinnert uns mit einem reinen Schubert-Programm an Sviatoslav Richters Schubert-Gepflogenheiten. Die frühe, nur selten im Konzertsaal beachtete f-Moll-Sonate (D 625) spielte Richter u. a. in Hohenems und in Tokyo, die B-Dur-Sonate rund um den per Bahn und notfalls per Schiff erreichbaren Erdball…
Lonquich und Schubert – das ist eine Geschichte schon von früher Jugend an und wir dürfen gespannt sein, mit welchen Erfahrungen und neuen Einsichten der in Florenz nicht nur lebende, sondern vielseitig wirkende Musiker den uns vertrauten und den uns weniger „geläufigen“ Schubert nahebringen wird.


Samstag, 21. Februar 2015 18:00

Nick van Bloss - Klavier


Ludwig van Beethoven
- Sonate f-Moll op. 57 „Appassionata“
- Variationen über einen Walzer von Diabelli op. 120

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Sonntag, 01. März 2015 17:30

Marino Formenti - Klavier


Dangerous Dreams
Werke von Mozart, Schubert, Roux, Janácek, Schumann, Debussy u.a.

19:30 Uhr
"Schubert und ich"
Film von Bruno Moll und Marino Formenti
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Samstag, 07. März 2015 18:00

Michael Korstick - Klavier


Franz Liszt
- Harmonies poétiques et religieuses Nr. 7 Funérailles
Franz Schubert
- Sonate A-Dur D 959
Charles Koechlin
- Les Heures persanes Nr. 13 Les Collines au coucher du soleil
Franz Schubert
- Sonate B-Dur D 960

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Samstag, 28. März 2015 18:00

Sergey Kasprov - Klavier


Domenico Scarlatti
- 4 Sonaten K 162, 87, 319 und 17
Igor Stravinsky
- Petruschka-Suite
Sergei Rachmaninov
- Préludes op. 32 Nr. 10 und op. 32 Nr. 12
- Études-Tableaux op. 33 Nr. 2 und 3
- Oriental Sketch
- Sonate Nr. 2 b-Moll op. 36

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Sonntag, 26. April 2015 18:00

Oleg Maisenberg - Klavier


Oleg Maisenberg zum 70. Geburtstag

Wolfgang Amadeus Mozart
- Fantasie c-Moll KV 475 (1785)
Franz Schubert
- Klavierstück Es-Dur D 946/2 (1828)
Joseph Haydn
- Klaviersonate Es-Dur Hob. XVI/52 (1794)
Claude Debussy
- Douze Préludes (Premier Livre) (1909 - 1910)

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Freitag, 01. Mai 2015 18:00

Elisabeth Leonskaja - Klavier


In memoriam Sviatoslav Richter
aus Anlass seines 100. Geburtstages

Robert Schumann
- Papillons op. 2
Arnold Schönberg
- 3 Klavierstücke op. 11
Franz Schubert
- Sonate A-Dur D 664
Robert Schumann
- Geistervariationen WoO 24
Anton von Webern
- Variationen op. 27
Franz Schubert
- Sonate a-Moll D 784
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Samstag, 09. Mai 2015 18:00

Robert Levin – Klavier / Ya-Fei Chuang – Klavier


Claude Debussy
- En blanc et noir (Für 2 Klaviere)
Edvard Grieg
- Vier norwegische Tänze op. 35 (Für Klavier zu vier Händen)
Wolfgang Amadeus Mozart
- Sonate D-Dur KV 576 (Robert Levin)
Frédéric Chopin
- 24 Preludes op. 28 (Ya-Fei Chuang)

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Samstag, 16. Mai 2015 18:00

Ingolf Wunder – Klavier


Ludwig van Beethoven
- Eroica-Variationen op. 35
Frédéric Chopin
- Nocturne B-Dur op. 9 Nr. 3
- Nocturne E-Dur op. 55 Nr. 2
- Allegro de Concert op. 46
Franz Liszt
- Sonetto 104 del Petrarca
- Sonate h-Moll S 178

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Samstag, 23. Mai 2015 18:00

Till Fellner – Klavier


Wolfgang Amadeus Mozart
- Rondo a-Moll KV 511
Johann Sebastian Bach
- Das Wohltemperierte Klavier, Band 2 Präludien und Fugen: Nr. 9 – 12 BWV 878 - 881
Wolfgang Amadeus Mozart
- Sonate Es-Dur KV 282
Alexander Stankovski
- Traumprotokoll (2014)
Robert Schumann
- Kreisleriana op. 16

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Samstag, 30. Mai 2015 18:00

Christopher Hinterhuber – Klavier


Johann Sebastian Bach
- Italienisches Konzert BWV 971
Ludwig van Beethoven
- Sonate c-Moll op. 13 „Pathetique“
Franz Liszt
- Aprés une lecture de Dante / Fantasia quasi Sonata
Wolfgang A.Mozart / Franz Liszt
- Lacrymosa aus dem Requiem KV 626
Wolfgang A.Mozart
- Sonate D-Dur KV 576
Franz Liszt
- Fantasie über zwei Motive aus Mozarts „Le Nozze di Figaro“

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Mittwoch, 03. Juni 2015 19:30

Kit Armstrong – Klavier


"Abschied"

Johann Sebastian Bach
- Capriccio sopra la lontananza del fratello dilettissimo
B-Dur BWV 992
Franz Liszt
- Aus „Annés de pèlerinage“:
Les cloches de Genève
Après une lecture de Dante
Les jeux d’eaux á la Villa d’Este
William Byrd
- Walsingham
Ludwig van Beethoveng
- Sonate Es-Dur op. 81a „Les Adieux“
John Bull
- Goodnight

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Mittwoch, 10. Juni 2015 19:30

Artis Quartett / Markus Schirmer – Klavier


Wolfgang Amadeus Mozart
- Streichquartett C-Dur KV 157
Gotfried von Einem
- Streichquartett Nr. 3 op. 56
Gustav Mahler
- Klavierquartettsatz a-Moll
Ernst von Dohnányi
- Klavierquintett Nr. 2 op. 26

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Sonntag, 14. Juni 2015 18:00

Alexander Lonquich – Klavier


Das Konzert mußte abgesagt werden und wird zu einem späteren, noch bekanntzugebenden Zeitpunkt nachgeholt

Franz Schubert
- Sonate f-Moll D 625
- 3 Klavierstücke D 946
- Sonate B-Dur D 960

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