Altenberg Trio Wien Zyklus 2010/11


ARS GALLICA



Wiens viel beschworene Stellung als dominierende Musikmetropole wurde ab der Mitte des XIX. Jahrhunderts von Leipzig, seit der Jahrhundertwende von Berlin angefochten. Daneben erwuchsen der Donaustadt aber in Paris und Moskau zwei übermächtige Konkurrenten – und ein verblüffend großer Anteil der das Konzertleben der Gegenwart prägenden Kammermusikwerke aus der Zeit nach 1871 ist im Dunstkreis dieser beiden Musikzentren entstanden. Bot uns das Schostakowitsch-Jahr 2006 einen willkommenen Anlass, Moskau in den Mittelpunkt zu rücken, so kreist der Triozyklus der Saison 2010/11 – ganz ohne kalenderbedingten Anlass – um das musikalische Phänomen Paris und das Wunder der gerade 1871, am Tiefstpunkt politischer Demütigung, mächtig wieder erstarkenden « Ars gallica ».


Claus Christian Schuster - Klavier
Amiram Ganz - Violine
Alexander Gebert - Violoncello

Die drei Musiker, Claus-Christian Schuster, Amiram Ganz und Alexander Gebert, haben sich nicht zufällig unter dem Namen des „zarten Revolteurs“ Peter Altenberg zusammengefunden. Er steht für die Liebe zur Schönheit, zum Lebenswagnis, zur stilistischen Präzision. Und auch für Humor.
Seit seinem „offiziellen“ Début bei der Salzburger Mozartwoche (Jänner 1994) hat das Altenberg Trio Wien, eines der wenigen full time Klaviertrios der Kammermusikwelt, sich in mehr als 1000 Auftritten den Ruf eines der wagemutigsten und konsequentesten Ensembles dieser Kategorie erworben: sein Repertoire umfasst – neben einer großen Anzahl von Werken aus den unmittelbar angrenzenden Bereichen (Klavierquartette, Duos, Tripelkonzerte, vokale Kammermusik) – nicht weniger als 200 Klaviertrios, darunter etliche Werke, die das Altenberg Trio selbst angeregt und uraufgeführt hat.
Schon gleichzeitig mit seiner Gründung wurde das Ensemble Trio in residence der Gesellschaft der Musikfreunde in Wien, für die es alljährlich einen Konzertzyklus im Brahms-Saal gestaltet.
Bei der Verleihung des Robert-Schumann-Preises der Stadt Zwickau reihte sich das Altenberg Trio 1999 in die „österreichische“ Tradition dieser Auszeichnung ein (Preisträger 1997 - Nikolaus Harnoncourt, 2002 – Alfred Brendel); unmittelbaren Anlass dazu hatte die kurz davor erschienene Gesamteinspielung der Schumannschen Klaviertrios geboten. Die folgende Aufnahme des Altenberg Trios (Ives / Copland / Bernstein) gewann im April 2000 in Amsterdam den Edison Award.





Sonntag, 28. November 2010 18:00

Altenberg Trio Wien / Gerda Fritzsche - Viola


Edouard Lalo

: Trio Nr. 3, a-Moll, op. 26

CĂ©sar Franck

: Trio Nr. 4, h-Moll, op. 2

Gabriel Fauré

: Quatuor Nr. 1, c-Moll, op. 15

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Sonntag, 09. Jänner 2011 18:00

Altenberg Trio Wien


Ernest Chausson

: Trio g-Moll op. 3

Nicolas Bacri

: Trio Nr. 3, op. 54 “Sonata Notturna”

Camille Saint-Saëns

: Trio Nr. 2 e-Moll op. 92

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Sonntag, 20. Februar 2011 18:00

Altenberg Trio Wien / Lars Wouters van den Oudenweijer - Klarinette


Gabriel Fauré

: Trio d-Moll op. 120

Frank Martin

: Trio sur des mélodies populaires irlandaises

Olivier Messiaen

: Quatuor pour la fin du temps

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Sonntag, 20. März 2011 18:00

Altenberg Trio Wien / Herbert Kefer - Viola


Claude Debussy

: Trio G-Dur, L. 3

Olivier Greif

: Trio op. 353

Ernest Chausson

: Quatuor A-Dur op. 30

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Sonntag, 01. Mai 2011 18:00

Altenberg Trio Wien


Maurice Ravel

:
- Sonate (Nr. 2) fĂĽr Violine und Klavier
- Sonate fĂĽr Violine und Violoncello
- Trio fĂĽr Violine, Violoncello und Klavier

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