Till Fellner - Zyklus 2008 - 2010: Ludwig van Beethoven: Die Klaviersonaten



Till Fellner: „Hans von Bülow nannte das „Wohltemperierte Klavier“ und die Beethoven-Sonaten das „Alte und Neue Testament des Klavierspiels“. Das hat bis heute Gültigkeit. Nachdem ich vor einigen Jahren die 48 Präludien und Fugen gespielt habe, möchte ich mich nun den 32 Sonaten stellen – wohl eine der größten Herausforderungen für jeden Pianisten!
Mehrteilige Konzertreihen spielen in meiner Arbeit eine wichtige Rolle. So konfrontierte ich etwa Schubert mit den Komponisten der „Zweiten Wiener Schule“ oder untersuchte Bachs Einfluß auf Werke der Romantik und des 20. Jahrhunderts. Zyklische Aufführungen dieser Art bieten die Möglichkeit, einen Komponisten sowohl in seiner Vielseitigkeit als auch seiner Entwicklung über mehrere Konzerte hinweg zu verfolgen – zwei Aspekte, besonders wichtig im Falle Beethovens: Vielseitigkeit, weil er mit jedem Werk ausdrücklich das Neue sucht; Entwicklung, weil ihm ja immerhin so viel mehr Schaffenszeit gegeben war als etwa Schubert oder Mozart.
Mein Zyklus umfasst sieben Klavierabende und wird sich über die nächsten zwei Saisonen erstrecken. Zu den Besonderheiten dieser Reihe gehört, daß sich Beethoven in seinen Sonaten niemals wiederholt und daß es unter ihnen kein einziges „schwaches“ Stück gibt. Trotzdem können wir sein Werk zur Orientierung in drei Perioden unterteilen. Für die Sonaten bedeutet dies, daß die Werke Op. 2 bis Op. 28 („Pastorale“) der ersten, Op. 31 bis Op. 81a („Les Adieux“) der mittleren und Op. 90 bis Op. 111 der späten Phase zuzurechnen sind.
Ich habe mich entschieden, die Sonaten nicht in chronologischer Reihenfolge zu präsentieren, stattdessen suchte ich nach mehr Abwechslung innerhalb der Programme, nach einer Mischung aus frühen und späten, größeren und kürzeren Stücken. Nach längerem Nachdenken greife ich nun dankbar auf Lösungen zurück, die mein verehrter Lehrer Alfred Brendel für seine letzte Serie gefunden hat. Die beiden kleinen Sonaten Op. 49 werden dabei übrigens als Zugaben gespielt...“


TILL FELLNER wurde in Wien geboren, wo er bei Helene Sedo-Stadler studierte. Weitere Studien führten ihn zu Alfred Brendel, Meira Farkas, Oleg Maisenberg und Claus-Christian Schuster.
Seine internationale Karriere begann 1993 mit dem 1. Preis beim Concours Clara Haskil in Vevey (Schweiz).
Seitdem ist Till Fellner gefragter Gast bei renommierten Orchestern, in den großen Musikzentren in Europa, den USA und Japan sowie bei vielen wichtigen Festivals. Zu den Dirigenten, mit denen er zusammengearbeitet hat, zählen Claudio Abbado, Vladimir Ashkenazy, Christoph von Dohnányi, Nikolaus Harnoncourt, Heinz Holliger, Marek Janowski, Sir Charles Mackerras, Sir Neville Marriner, Kurt Masur, Kent Nagano, Jukka-Pekka Saraste, Leonard Slatkin, Claudius Traunfellner, Franz Welser-Möst und Hans Zender.
Till Fellner spielt regelmäßig in einem Trio mit Lisa Batiashvili und Adrian Brendel; eine weitere intensive Zusammenarbeit verbindet ihn mit dem Tenor Mark Padmore.
In der vergangenen Saison konzertierte Till Fellner u. a. mit dem Orchestre National de France (Kurt Masur), dem Philharmonia Orchestra London (Sir Charles Mackerras), dem Orchestre Symphonique de Montréal (Kent Nagano) sowie den Münchner Philharmo¬nikern (Lothar Zagrosek). Weitere Höhepunkte waren eine Trio-Tournee mit Lisa Batiashvili und Adrian Brendel sowie eine äußerst erfolgreiche Solo-Tournee mit Konzerten in zahlreichen europäischen Metropolen, Kanada und den USA.
Die beiden nächsten Jahre stehen ganz im Zeichen Beethovens: Ab Oktober 2008 spielt Till Fellner in einem auf 7 Konzerte angelegten Zyklus alle Beethoven-Klaviersonaten; der gesamte Zyklus wird u. a. in New York, Washington, Tokio, London, Paris und Wien zu hören sein. Die im Frühjahr 2008 begonnene Aufführung und Einspielung der fünf Beethoven-Konzerte mit Kent Nagano und dem Orchestre Symphonique de Montréal wird im Herbst fortgesetzt. Für November 2008 ist erneut eine Tournee mit Lisa Batiashvili und Adrian Brendel geplant, u. a. mit den Beethoven-Trios op. 1.

Zahlreiche CD-Einspielungen des Künstlers liegen vor, zuletzt erschien bei ECM der erste Band des "Wohltemperierten Klaviers“.




Donnerstag, 09. Oktober 2008 19:30

Till Fellner - Klavier


Beethoven: Sonate G-Dur,op. 31/1
Beethoven: Sonate d-Moll, op. 31/2 "Der Sturm"
Beethoven: Sonate Es-Dur, op. 31/3
Beethoven: Sonate A-Dur, op. 101
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Samstag, 31. Jänner 2009 18:00

Till Fellner - Klavier


Beethoven: Sonate f-Moll,op. 2/1
Beethoven: Sonate A-Dur, op. 2/2
Beethoven: Sonate C-Dur, op. 2/3
Beethoven: Sonate f-Moll, op. 57 "Appassionata"
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Sonntag, 06. September 2009 18:00

Till Fellner - Klavier


Beethoven: Sonate G-Dur, op. 79
Beethoven: Sonate Fis-Dur, op. 78
Beethoven: Sonate D-Dur, op. 28 "Pastorale"
Beethoven: Sonate e-Moll, op. 90
Beethoven: Sonate Es-Dur, op. 7
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Sonntag, 27. Dezember 2009 17:00

Till Fellner - Klavier


Beethoven: Sonate As-Dur, op. 26
Beethoven: Sonate Es-Dur, op. 27/1 „Sonata quasi una fantasia"
Beethoven: Sonate cis-Moll, op. 27/2 „Mondschein„
Beethoven: Sonate F-Dur, op. 54
Beethoven: Sonate C-Dur, op. 53 „Waldstein"

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Donnerstag, 11. März 2010 19:30

Till Fellner - Klavier


Beethoven: Sonate E-Dur, op. 14/1
Beethoven: Sonate G-Dur, op. 14/2
Beethoven: Sonate c-Moll, op. 13 „Pathétique"
Beethoven: Sonate B-Dur, op. 22
Beethoven: Sonate Es-Dur, op. 81a „Les Adieux"
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Freitag, 28. Mai 2010 19:30

Till Fellner - Klavier


Beethoven: Sonate E-Dur, op. 109
Beethoven: Sonate As-Dur, op. 110
Beethoven: Sonate c-Moll, op. 111
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