Sivan Silver & Gil Garburg - Klavier


Musikschule Deutschlandsberg
Sonntag, 09. Oktober 2016 18:00
Konzerte 2016/2017

Sivan Silver & Gil Garburg, Klavier _Franz Schubert (1797 – 1828)
- Allegro a-Moll D 947 „Lebensstürme“
Igor Strawinsky (1882 – 1971)
- Petruschka (Originalversion des Komponisten zu vier Händen)
Ernst von Dohnanyi (1877 – 1960)
- Streichquartett A-Dur op. 7
Schubert/Richard Dünser (*1959)
- Sonate B-Dur D 617 (für Klavier zu vier Händen und Streichquartett, bearbeitet von Richard Dünser)

Mit dem Klavierduo Sivan Silver und Gil Garburg wird der Deutschlandsberger „Klavierherbst“ eröffnet. Die beiden Musiker stammen aus Israel, leben mit ihrem Sohn in Berlin und haben bereits einige Aufnahmen veröffentlicht. So die beiden Doppelkonzerte von Mendelssohn Bartholdy mit der Bayerischen Kammerphilharmonie unter der Leitung des vor zwei Jahren verstorbenen Christopher Hogwood (Oehms OC 739). Eine weitere Oehms-Edition enthält die komplette „Sommernachtstraum“-Musik op. 21 und op. 61 in der Fassung für Klavier zu vier Händen (OC 755). Auch Igor Strawinskys Originalversion seines „Petruschka“-Balletts für Klavier zu vier Händen, die am Beginn des Deutschlandsberger Abends am 9.Oktober auf dem Programm steht, ist auf einer Berlin classics-CD zu erleben (03005888 BC).
Im zweiten Teil ihres Abends in der Musikschule wenden sich Sivan Silver und Gil Garburg zwei Werken Franz Schuberts zu: dem rasanten, leidenschaftlich getönten – aber auch mehrdeutig untertönten – „Lebensstürme“-Allegro, dessen Titel auf eine Eigenmächtigkeit des Verlegers zurückgeht. Freilich zeugt sie von dessen Einfühlungsvermögen, was die Charakteristik dieser späten Schubert-Explosivität anbelangt. Für die Ausführung der Sonate in B-Dur (D 617) haben die beiden Pianisten das Artis Quartett zur Seite. Es handelt sich um eine gleichsam erweiterte Kammermusikbearbeitung des Bregenzer Komponisten Richard Dünser (*1959), der sich hier nicht zum ersten Mal nachschöpferisch mit dem Werk Franz Schuberts befasst. Ich erinnere an seine Version des Opernfragments „Der Graf von Gleichen“, die 1997 im Rahmen der Grazer „Styriarte“ uraufgeführt wurde und sechs Jahre später in Bregenz in einer Neufassung präsentiert wurde.