Till Fellner – Klavier


Musikschule Deutschlandsberg
Samstag, 23. Mai 2015 18:00
21. Klavierfrühling 2015

Wolfgang Amadeus Mozart (1756 – 1791)
- Rondo a-Moll KV 511
Johann Sebastian Bach (1685 – 1750)
- Das Wohltemperierte Klavier, Band 2 Präludien und Fugen: Nr. 9 – 12 BWV 878 - 881
Wolfgang Amadeus Mozart
- Sonate Es-Dur KV 282
Alexander Stankovski (*1968)
- Traumprotokoll (2014)
Robert Schumann (1810– 1856)
- Kreisleriana op. 16

Till Fellner – Bach: Ausgangspunkt und programmatischer Navigator

In Till Fellners Repertoire und im Speziellen in seinen Konzertprogrammierungen spielen die Werke Johann Sebastian Bachs eine wichtige Rolle. Auch in seinem Klavierabend beim „Klavierfrühling 2015“ betont er diese – für ihn, wie mir vorkommt – Leben spendende Vorliebe. Phasen, Passagen, Momente des Besinnens, der Konzentration, vielleicht auch der interpretatorischen Rückwendung im Hinblick auf musikalische Zeitlosigkeit – es drängt sich der Wunsch auf, mehr über dieses programmgestalterische Merkmal von ihm persönlich zu erfahren. Zwei Stücke von Mozart – das Rondo KV 511 und die mit einem langsamen Satz am Beginn so ungewöhnlich formatierte Sonate KV 282 – umrahmen eine Gruppe von Präludien und Fugen aus dem Zweiten Band des „Wohltemperierten Klaviers“ von Bach (BWV 878 – 881). Die erste Sammlung von 24 Präludien und Fugen hat Till Fellner für das Münchner Label ECM eingespielt (1853/54), fünf Jahre später, nämlich 2009, sind die Inventionen und Sinfonien zusammen mit der Französischen Suite Nr. 5 erschienen (ECM 2043).

Till Fellners erste Einspielung – soweit mir das bekannt ist – entstand 1992, also vor 23 Jahren! Für die „EMI Austria“ spielte er damals Schuberts Impromptus D 935, Schönbergs Suite op. 25 und die „Appassionata“ von Beethoven (567 7 54492 2). Ein Jahr später gewann er den 1963 zum ersten Mal im schweizerischen Vevey ausgetragenen „Concours Clara Haskil“, dessen erster Preis auch am Beginn die Karrieren etwa von Christoph Eschenbach, Mihaela Ursuleasa und Natasa Veljkovic maßgeblich beeinflussen sollte. Zuletzt ist mit Fellner als Solisten eine ECM-Aufnahme der Beethoven-Konzerte Nr. 4 und 5 erschienen. Im Zusammenwirken mit dem Orchestre symphonique de Montréal unter der Leitung von Kent Nagano, dessen Gemahlin Mari Kodama mit dem Deutschen Symphonie Orchester Berlin bereits alle fünf Konzerte vorgelegt hat (der Gatte auch hier am Pult – Berlin classics 88547005973).
Peter Cossé