Altenberg Trio Wien


Musikschule Deutschlandsberg
Sonntag, 25. Jänner 2015 18:00
Zyklus 2014/2015

Joseph Haydn (1732 – 1809)
- Trio Es-Dur Hob. XV:29
George Enescu (1881 – 1955)
- Trio a-Moll (1916)
Franz Schubert (1797 – 1828)
- Trio Es-Dur D 929

Haydns Trio Nr. 29 wurde, wie die unmittelbar vorangegangenen, 1797 in London veröffentlicht und Therese Jansen gewidmet, für die er auch die drei letzten Klaviersonaten geschrieben hatte. Nach dem Anspruch des Klavierparts zu schließen, muss sie eine ausgezeichnete Pianistin gewesen sein. Besonders im Oktavenspiel und in schnellen Figurationen gibt es erhebliche Schwierigkeiten, und das Klavier dominiert deutlicher als in früheren Trios.

George Enescu, geboren 1881 in Liveni (Rumänien), besuchte schon als Siebenjähriger das Wiener Konservatorium. 1894 ergaben sich Beziehungen zu Johannes Brams. Mit 14 Jahren ging Enescu nach Paris und studierte u. a. bei Massenet und Fauré. Als grandioser Geiger unternahm Enescu ausgedehnte Konzerttournen und wurde begeistert gefeiert. Die Bedeutung seiner Kompositionen wurde allerdings erst wesentlich später erkannt.

Zu Schuberts Es-Dur-Trio sei Claus Christian Schuster, bis 2012 Pianist des Altenberg Trios, zitiert: „Es ist wohl das monumentalste Werk der gesamten Klaviertrio-Literatur – nicht nur in Hinblick auf seine Ausdehnung, die wahrhaft symphonische Ausmaße erreicht, sondern auch in Bezug auf die Vielschichtigkeit und den Reichtum des thematischen und gedanklichen Materials.“ Gespielt wird die Urfassung des Werkes, die lange Zeit zu Gunsten der von Schubert selbst im Finalsatz vorgenommenen Kürzungen in den Hintergrund getreten war. Über sechs Minuten wunderbarer Musik hat Schubert eliminiert, und zwar „aus Nachgiebigkeit und Gefälligkeit gegenüber seinen Freunden und aus Rücksicht auf das Publikum.“