Altenberg Trio Wien / Herbert Kefer - Viola


Musikschule Deutschlandsberg
Sonntag, 18. Mai 2014 18:00
Zyklus 2013/2014

Wolfgang Amadeus Mozart (1756 – 1791)
- Trio G-Dur KV 564
- Klavierquartett g-Moll KV 478
Antonin Dvořák (1841 – 1904)
- Klavierquartett Es-Dur op. 87

Nach dem letzten Klaviertrio KV 564, das eigentlich eine Klaviersonate war, stehen zwei Gipfelwerke der Gattung „Klavierquartett“ auf dem Programm: Das g-Moll-Quartett KV 478, in Mozarts persönlichster Tonart, stellt die Verbindung her zur Sinfonie KV 550 und zum Streichquintett KV 516, beide ebenfalls in g-Moll. Besonders eindrucksvoll ist der 1. Satz, der von Fatalismus und finsterer Entschlossenheit geprägt ist, worauf ein völlig gegensätzliches Andante folgt. Im Finalsatz taucht jenes Thema auf, das wenig später im Klavierrondo KV 485 wiederkehrt und das seine Wurzeln bei Johann Christian Bach hat.
Dvořáks 2. Klavierquartett op. 87 ist auf Drängen seines Verlegers Simrock entstanden, da diese Gattung durch die drei Klavierquartette seines « Hauskomponisten » Johannes Brahms erfolgreich etabliert worden war. Den Werken seines großen Vorbildes Brahms steht es jedoch eher fern, da
Dvořák hier verstärkt auf kompakt-orchestralen Klang und blockhafter Kontrastierung Streicher/Klavier setzt. Auch neigt die thematische Arbeit eher zu dramatischer Konfrontation statt zu Variation und Entwicklung von Motiven. Jedenfalls ist es ein Werk von ausgeprägter Eigenart und fast monumentalem Anspruch und zählt zu Dvořáks bedeutendsten Kompositionen.

Das Altenberg Trio spielt diesmal unter Mitwirkung eines Violavirtuosen in der vertrauten Person Herbert Kefers, den man längst als den unzertrennlichen Vierten im Triobunde bezeichnen darf.