Altenberg Trio Wien / Herbert Kefer - Viola / Alois Posch - Kontrabass


Musikschule Deutschlandsberg
Sonntag, 22. April 2012 18:00
Altenberg Trio Zyklus 2011/12

Johannes Brahms: Klavierquartett Nr. 2, A-Dur, op. 26
Franz Schubert: Quintett A-Dur op. 114 / D 667 («Forellen-Quintett»)

Das abschließende Konzert des Schubert-Brahms-Zyklus des Altenberg Trios vereinigt zwei Jugendwerke in der Frühlingstonart A-Dur: Die erste Hälfte des Abends gehört dem Brahmsschen Opus 26, dem längsten und hellsten seiner drei Klavierquartette, an dem er als 22jähriger in den Düsseldorfer Jahren zu schreiben begonnen hatte. 1861 beendete er es in seinem vorletzten Heimatsommer in Hamm bei Hamburg, und ein Jahr später stellte er sich mit diesem Werk dem Publikum in seiner neuen Wahlheimat Wien vor.
Den Schlußpunkt der Reihe bildet das unverwüstliche „Forellenquintett“, das Schubert ebenfalls als 22jähriger während eines besonders unbeschwerten Sommeraufenthaltes in Steyr komponiert hat, und das – obwohl sich vor und nach Schubert etliche Komponisten der aparten Klangmöglichkeiten eines Klavierquintetts mit Kontrabaß bedient haben – ein Solitaire der Kammermusikliteratur geblieben ist.

Mit diesem Kronjuwel verabschiedet sich das (bei diesem Konzert um seine bewährten Mitstreiter Herbert Kefer und Alois Posch erweiterte) „alte“ Altenberg Trio von seinem treuen Deutschlandsberger Publikum, das am 9. September bei einem „Doppel-Triokonzert“ noch die besondere Gelegenheit haben wird, der offiziellen Stabübergabe an das „neue“ Altenberg Trio beizuwohnen: Der international erfolgreiche Pianist Christopher Hinterhuber und der Solocellist der Wiener Symphoniker, Christoph Stradner, werden dann ab dem 30. September die Deutschlandsberger Trio-Tradition zusammen mit dem Altenberg-Trio-Doyen Amiram Ganz fortführen.

Alois Posch wurde 1959 in der Steiermark geboren. Er begann seinen Musikunterricht an der Musikschule Deutschlandsberg bei Franz Maurer und wurde mit 15 Jahren außerordentlicher Student an die Hochschule für Musik in Graz. Während seines Studiums bei Prof. Johannes Auersperg gewann er Preise bei mehreren Wettbewerben und entschied als 18jähriger ein Probespiel der Wiener Philharmoniker für sich. Von 1983 bis 2008 war Posch ebendort Solobassist. Er war ordentlicher Professor an der Universität für Musik und darstellende Kunst in Wien. Als Gast zahlreicher internationaler Festivals musiziert mit einer Vielzahl von renommierten Musikern. Alois Posch spielt einen Wiener Bass von Johann Joseph Stadlmann anno 1779.

Herbert Kefer (*1960 Eisenerz) erhielt mit fünf Jahren seinen ersten Violinunterricht. Später studierte er bei Prof. Karl Frischenschlager in Leoben und bei Prof. Karl Stierhof an der Universität für Musik in Wien fort. 1980 gründete er zusammen mit drei Kollegen das ARTIS – Quartett Wien, mit dem er von 1984 bis 1985 beim LaSalle - Quartett in Cincinnati/Ohio studierte. Danach begann eine internationale Karriere mit Konzerten bei allen wichtigen Festivals. Seit 1988 eigener Zyklus im Wiener Musikverein und Einspielung von mehr als 30 CDs, die wiederholt mit Preisen ausgezeichnet wurden. Herbert Kefer leitet eine Ausbildungsklasse für Viola an die Universität für Musik in Graz. Seit 2005 Intendant des Weinklang-Festivals.


Triozyklen im Kulturkreis Deutschlandsberg 1989 – 2012:

Wiener Schubert Trio:
Claus-Christian Schuster, Klavier
Boris Kuschnir, Violine
Martin Hornstein, Violoncello


1989/1990: Mozart und Schumann
Gäste: Julian Rachlin – Violine / Gregor Weinstein – Viola / Gérard Caussé – Viola

1990/1991: Haydn/Dvořák – Österreich/ Ungarn/Tschechien

1991/1992: Brahms-Zyklus
Gäste: Michael Kugel – Viola / Gérard Caussé – Viola
Tamas Zempleni – Horn / Thomas Kakuska – Viola / Sjef Douwes – Klarinette / Julian Rachlin – Violine

1992/93: Drei Gesichter der Jahrhundertwende
Gast: Michael Kugel – Viola

ab März 1993:
Claus-Christian Schuster, Klavier
Priya Mitchell, Violine
Martin Hornstein, Violoncello


1993/1994: Ludwig van Beethoven

ab Jänner 1994: Altenberg Trio Wien
Claus-Christian Schuster, Klavier
Amiram Ganz, Violine
Martin Hornstein, Violoncello


1994/1995: Mozart und Schubert
Gäste: Christian Altenburger – Viola / Alois Posch – Kontrabass

1995/1996: Haydn und Brahms
Gäste: Christian Altenburger – Viola / Elmar Schmid – Klarinette / Hector McDonald und Josef Eder – Horn

1996/1997: Das Klaviertrio im XX. Jahrhundert – ein Rückblick

1997/1998: Mendelssohn-Schumann
Gast: Eszter Haffner – Viola und Violine

1998/1999: Dvořák
Gäste: Eszter Haffner – Violine / Lars Anders Tomter – Viola

1999/2000: Beethoven – Schönberg
Gäste: Eszter Haffner – Violine / Wolfgang Breinschmid – Querflöte / Andreas Schablas – Klarinette

2000/2001: Mozart & ….

2001/2002: Portrait einer Generation 1833/43
Gast: Herbert Kefer – Viola

2002/2003: Vokale Kammermusik
Gast: Wolfgang Holzmair – Bariton

2003/2004: Dvorák in seiner Welt

2004/2005: Streifzug durch die neuen EU-Mitgliedsstaaten
Gäste: Herbert Kefer – Viola / Alois Posch – Kontrabass

ab Jänner 2005:
Claus-Christian Schuster, Klavier
Amiram Ganz, Violine
Alexander Gebert, Violoncello


2005/2006: Spaziergänge durch das wiedergefundene Europa
Gast: Bernarda Fink – Mezzosopran

2006/2007: Eine russische Winterreise
Gäste: Bernhard Zachhuber – Klarinette / Andreas Eberle – Posaune / Herbert Kefer – Viola / Anna Kandinskaja – Violine / Stefan Fleming – Rezitation / Charlotte Riedijk – Sopran

2007/2008: Ludwig van Beethoven: Das Genie und sein Schatten
Gäste: Eduard Brunner – Klarinette / Herbert Kefer – Viola / Stefan Fleming, Karl Markovics, Joseph Lorenz, Peter Matic – Rezitation

2008/2009: Haydn und die Nachwelt I
Gäste: Herbert Kefer und Wladimir Kossjanenko – Viola / Anna Kandinskaja – Violine / Yvonne Naef – Mezzosopran

2009/2010: Haydn und die Nachwelt II
Gäste: Herbert Kefer – Viola / Anna Kandinskaja – Violine

2010/2011: Ars Gallica
Gäste: Gerda Fritzsche und Herbert Kefer – Viola /
Lars Wouters van den Oudenweijer – Klarinette

2011/2012: Schubert und Brahms
Gäste: Eszter Haffner, Diemut Poppen, Herbert Kefer – Viola / Alois Posch - Kontrabass