Elisabeth Leonskaja - Klavier


Laßnitzhaus
Mittwoch, 15. Juni 2011 19:30
17. Klavierfrühling 2011

Ludwig van Beethoven

(1770 – 1827)
- Sonate c-Moll op. 13 „Pathétique“
- Sonate d-Moll op. 31,2 „Der Sturm“

Robert Schumann

(1810 – 1856)
- Papillons op. 2
- Symphonische Etüden op. 13

Elisabeth Leonskaja wird in einem Buch über „Die großen Pianisten der Gegenwart“ als „rechtmäßige Erbin“ des legendären Sviatoslav Richter bezeichnet. Was sie mit ihrem Mentor und Vorbild verbindet, ist die unbedingte, kompromisslose Ernsthaftigkeit, die jede persönliche Attitüde hinter die Intentionen der Komponisten zurücktreten lässt, der unglaubliche Umfang ihres Repertoires und der totale Mangel an Eitelkeit. „Wichtig ist nur, was in den Noten steht“, wie Richter sagte.

Die Sonate op. 13 wollte Beethoven wohl im Sinne von Pathos – das Leiden – verstanden wissen. Als er sie 1799 abschloss, hatte sein Kampf mit dem Gehörleiden schon begonnen, was er in einem Brief bald darauf so ausdrückte: „Ich will meinem Schicksal trotzen.“

Über die Bedeutung der Sonate d-Moll befragt, antwortete er: „Lesen Sie Shakespeares Sturm.“, was jedoch wenig ergiebig ist. Jedenfalls hat sie auf die Musik der Romantik großen Einfluss ausgeübt, was nicht nur an der unerhört neuartigen Wirkung des wie eine Improvisation klingenden Anfangs liegt.

Die 12 Symphonischen Etüden des 24jährigen Schumann, eines seiner Hauptwerke und ein Standardwerk der Klavierliteratur, sind Variationen über ein Thema des Vaters seiner damaligen Braut Ernestine von Fricken. Fünf weitere Variationen wurden auf Initiative von Brahms aus dem Nachlass veröffentlicht.